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The Revenge of Alice Cooper

Album

The Revenge of Alice Cooper

2025Metal · Musik · Rock

Die Band ist wieder vereint: „Keiner von uns wusste, was uns erwartet.“

Tracks

  1. 14:57
  2. 24:17
  3. 33:07
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About this album

Es ist über 50 Jahre her, dass Alice Coopers Band gemeinsam in der Originalbesetzung ein Album geschrieben hat. Als sich die Gruppe 1974 trennte, schien eine Wiedervereinigung nahezu ausgeschlossen. Der Frontmann Alice Cooper startete eine Solokarriere, die nach seiner Entziehungskur Mitte der 80er-Jahre noch größere Höhen erreichte. 1997 verstarb Gitarrist Glen Buxton – Co-Autor von Megahits wie „I’m Eighteen“, „School’s Out“ und „Elected“ – im Alter von 49 Jahren. Und trotz allem erscheint im Jahr 2025 „The Revenge of Alice Cooper“ – das erste Album, das Cooper mit den Originalmitgliedern Dennis Dunaway (Bass), Neal Smith (Schlagzeug) und Michael Bruce (Gitarre) seit „Muscle of Love“ (1973) geschrieben hat. Das Sahnehäubchen ist der Song „What Happened to You“, der auf einer unveröffentlichten Aufnahme mit Buxton an der Gitarre basiert. „Die Jungs sind meine ältesten Freunde“, erzählt Cooper Apple Music. „Wir sind zusammen zur Highschool gegangen, haben Crossläufe bestritten – alles, noch bevor es die Beatles gab. Wir gehören zu der Generation, die dachte: ‚Wenn die Beatles eine Band sein können, dann können wir das auch.‘“ In den vergangenen Jahren lud Cooper Dunaway, Bruce und Smith ins Studio ein, während er seine Alben „Welcome 2 My Nightmare“ (2011), „Paranormal“ (2017) und „Detroit Stories“ (2021) aufnahm. „Ich habe Dennis, Neal und Michael eingeladen, bei bestimmten Songs mitzuspielen“, erzählt er. „Und wir haben ein paar Songs gemeinsam geschrieben. Irgendwann dachten wir: ‚Warum machen wir nicht ein ganzes Album?‘ Der Trick war, Bob Ezrin dazuzuholen.“ Produzent Bob Ezrin spielte eine Schlüsselrolle in der frühen Karriere der Band – er war für Klassiker wie „Love It to Death“ (1971), „School’s Out“ (1972) und „Billion Dollar Babies“ (1973) verantwortlich. Als er zusagte, „The Revenge of Alice Cooper“ zu produzieren, war die Sache amtlich. „Keiner von uns wusste anfangs, was uns erwartet“, sagt Cooper. „Aber dann gingen wir ins Studio, und es war, als wären keine 50 Jahre vergangen. Es war die natürlichste Aufnahme, die ich je gemacht habe.“ Der erste Song, den sie gemeinsam schrieben, war der Eröffnungstrack „Black Mamba“ – ein schleichender Track, der Coopers langjährige Verbindung zu Schlangen unterstreicht (siehe die Albumcover von „Killer“ (1971), „Constrictor“ (1986) oder die Schlangenleder-Optik von „Billion Dollar Babies“). Für den Song holte Cooper seinen Freund Robby Krieger von The Doors an die Gitarre. „Mir fiel niemand ein, der einen Song mit diesem schlängelnden Sound besser hätte spielen können“, sagt Cooper. „Die Hintergrundparts, die er bei all den mysteriösen Doors-Songs wie ‚The End‘ und ‚When the Music’s Over‘ gespielt hat, waren unglaublich wirkungsvoll. Deshalb wusste ich, dass niemand ‚Black Mamba‘ besser ergänzen könnte. Und er hat es absolut gerockt.“ Buxtons Präsenz beschränkt sich nicht nur auf den Gitarren-Track „What Happened to You“. Der Albumabschluss „See You on the Other Side“ und der Lounge-Song „What a Syd“ sind Hommagen an den verstorbenen Gitarristen. „Wir sagen damit: ‚Wir sehen uns wieder, wir spielen wieder zusammen‘“, sagt Cooper zum ersten Song. Was Letzteres betrifft, erklärt er: „Glen war kein Typ, der mit allen jammen konnte. Ich habe ihn nur einmal mit Syd Barrett jammen gehört. Und über alle, die ihm auf die Nerven gingen, sagte er: ‚What a Syd‘. Das sagt einiges über ihn aus.“ „Kill the Flies“ ist eine Fortsetzung des Songs „Ballad of Dwight Fry“ (1971), der auf der Rolle des verstorbenen Schauspielers Dwight Frye als Renfield in dem Film „Dracula“ von 1931 basiert (Spoiler-Alarm: Er landet in einer Nervenheilanstalt). „Ich dachte: ‚Was würde er heute machen?‘“, sagt Cooper. „Er ist immer noch in der Anstalt, und es geht ihm gut. Er liebt es dort – bis auf die Fliegen. Die sind seine Erzfeinde. Mir gefiel die Idee, Dwight zurückzubringen und zu zeigen, was er 50 Jahre später macht.“ An anderer Stelle behandelt „The Revenge of Alice Cooper“ Serienmörder („One Night Stand“), zollt Marlon Brandos Bikerfilm „Der Wilde“ von 1953 Tribut („Wild Ones“) und erzählt von einem Musiker, der seit 60 Jahren im Keller seiner Mutter Gitarre spielt („Crap That Gets in the Way of Your Dreams“). „In einer Band zu sein, ist kein leichter Weg“, erklärt Cooper. „Es kommt ständig etwas dazwischen. Man muss essen, arbeiten – all das steht dem Songschreiben im Weg. Es zeigt, dass Künstler:innen auch mit dem echten Leben klarkommen müssen.“ Wie kam es zum Albumtitel? „Am Anfang waren wir immer die Underdogs“, erzählt Cooper. „Die Leute sagten, die Band würde keine sechs Monate durchhalten oder sie hätten mit dem Song ‚I’m Eighteen‘ Glück gehabt, aber das war’s dann auch. Wir wollten allen das Gegenteil beweisen und hatten am Ende zehn Top‑20-Singles. Fünfzig Jahre später heißt es: ‚Wie, da kommt noch mehr?‘“