Album
Handel: Messiah
London Symphony Orchestra, Sir Colin Davis, Susan Gritton, Sara Mingardo, Mark Padmore, Alastair Miles & TenebraeLondon Symphony Orchestra, Sir Colin Davis, Susan Gritton, Sara Mingardo, Mark Padmore, Alastair Miles & TenebraeLondon Symphony Orchestra, Sir Colin Davis, Susan Gritton, Sara Mingardo, Mark Padmore, Alastair Miles & TenebraeLondon Symphony Orchestra, Sir Colin Davis, Susan Gritton, Sara Mingardo, Mark Padmore, Alastair Miles & TenebraeLondon Symphony Orchestra, Sir Colin Davis, Susan Gritton, Sara Mingardo, Mark Padmore, Alastair Miles & TenebraeLondon Symphony Orchestra, Sir Colin Davis, Susan Gritton, Sara Mingardo, Mark Padmore, Alastair Miles & TenebraeLondon Symphony Orchestra, Sir Colin Davis, Susan Gritton, Sara Mingardo, Mark Padmore, Alastair Miles & Tenebrae
2007Klassik · Musik
Erlebe diese eindrucksvolle Aufnahme – jetzt in 3D-Audio.
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About this album
Colin Davis’ Liveaufnahme von Georg Friedrich Händels beliebtem Oratorium aus dem Jahr 2006 erstrahlt nun in 3D-Audio, das den Klang dieser groß angelegten Aufführung räumlich entfaltet. Doch dies ist kein traditionelles „Der Messias“ – trotz des stattlichen Tempos, mit dem Davis die einleitende Sinfonia angeht. Schon früh in diesem Satz lässt das Streicherensemble plötzlich nach, weicht einem Kernensemble von Solist:innen (concertante) – fast wie in einem Bach-Konzert – und entfaltet so eine Dramatik, die Zuhörer:innen aus ihrer Komfortzone herausreißt.
Dennoch können all jene, die einen reichen und ausdrucksstarken Stil für „Der Messias“ bevorzugen, sicher sein, hier voll auf ihre Kosten zu kommen. In der folgenden Solo-Arie verzichtet der Tenor Mark Padmore bei seinem unbegleiteten „Comfort ye“ auf jegliche dekorativen Schnörkel, während in Teil I mehrere Soli, die die Ankunft des Messias ankündigen, von einem Alt statt des heute üblichen Countertenors gesungen werden. Sara Mingardo ist besonders eindrucksvoll in ihrem großen Solo in Teil II, „He was Despised“, und ihre Kolleg:innen – die Sopranistin Susan Gritton und der Bass Alastair Miles (neben Padmore) – liefern durchweg überzeugende Darbietungen.
Doch wie bereits erwähnt, ist dies alles andere als eine vorhersehbare Aufführung. Zu Beginn von Teil II, „Behold the Lamb of God“, ignoriert Davis die übliche Forte-Markierung (laut) – schließlich stammt sie nicht von Händel selbst. Stattdessen lässt er Chor und Orchester gedämpft und verhalten einsetzen. Hinzu kommen einige unerwartete, aber stimmige Verzierungen, etwa die orchestrale Gestaltung am Ende von „O Thou That Tellest“. Der Tenebrae Choir singt nicht nur mit seinem gewohnt hervorragenden Ensembleklang und höchster Präzision, sondern auch mit einem emotionalen Engagement, das von einer erneuten, tiefen Auseinandersetzung mit einem Text zeugt, den Händel so einfühlsam und dramatisch vertont hat.