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CONFESSIONS II: Afterhours Edition

Album

CONFESSIONS II: Afterhours Edition

2026Pop · Musik · Dance

Die Queen of Pop auf der Suche nach Freiheit und Erlösung

Tracks

  1. 14:59
  2. 23:08
  3. 34:23
  4. 43:42
  5. 53:55
  6. 64:46
  7. 74:09
  8. 83:47
  9. 94:20
  10. 104:05
  11. 114:23
  12. 124:19
  13. 133:20
  14. 144:08
  15. 153:38
  16. 162:50
  17. 174:27
  18. 185:34
  19. 197:13
  20. 204:29
  21. 215:57
  22. 225:27

About this album

Wenn es darum geht, die Dinge ins rechte Licht zu rücken, gibt es kaum jemanden, der dafür qualifizierter ist als Madonna: eine Tänzerin aus Leidenschaft, deren enge Verbindung zur Underground-Clubkultur ihrer mehr als 40-jährigen Regentschaft als Queen of Pop vorausging. Koproduziert wurde das Album von Stuart Price – dem Mastermind hinter „Confessions on a Dance Floor“ von 2005, dessen spiritueller Nachfolger dieses Album ist. Dazu kommen Beiträge von Hit-Produzenten wie Cirkut, Tainy und ihrem langjährigen Kollaborateur Mirwais. „CONFESSIONS II“ schafft, wie es in einem Interlude heißt, „einen rituellen Raum, in dem Bewegung die Sprache ersetzt“. Als überzeugte Verfechterin der Idee, um eine ihrer berühmten Zeilen zu zitieren, dass Musik Menschen zusammenbringt, setzt Madonna auf „CONFESSIONS II“ mehr denn je auf Gemeinschaft. „Niemand will nach draußen gehen“, singt sie in „Everything“ und durchbricht den pulsierenden, wandelbaren Beat mit einem verwirrten Ausruf: „It’s not OK/I don’t fuck with it!“ („Das ist nicht okay / Ich mach da nicht mit!“). Und doch ist draußen der Ort, an dem die Party stattfindet – wie sie auf „Danceteria“ deutlich macht. Über strahlenden Disco-Beats, die an ihr Debüt „Everybody“ von 1982 erinnern, erzählt Madonna von einer Nacht im titelgebenden New Yorker Club, in dem ihre Reise zum Superstar begann. Draußen ist der Ort, an dem man gesehen wird (mit Debi Mazar, Basquiat oder Nile Rodgers) und gleichzeitig unsichtbar wird: befreit von seinen eigenen Hemmungen, nur ein weiterer Körper in der Menge. „Deshalb gehe ich gerne tanzen …“, vertraut sie uns auf der luftigen, losgelösten Lead-Single „I Feel So Free“ an und flüstert die Worte „Sicherheit durch Gemeinschaft“ wie eine geheime Beschwörungsformel, die von denen gehört und verstanden werden soll, die ihren Schutz am meisten brauchen. Musik als Religion, Choreografie als Kommunion, DJs als Gottheiten. Und „es ist gut für die Seele“, erinnert sie uns zwei Tracks später im durchgehenden 64-minütigen Mix des Albums, „sich gehen zu lassen und die Luft einzuatmen“. Nachdem sie ihren Standpunkt mehr als deutlich gemacht hat, bietet die zweite Hälfte des Albums Raum, um all das zu erkunden, was Madonna sonst noch beschäftigt. Die hymnische Kollaboration mit Martin Garrix, „Bizarre“, handelt von der Liebe und ihren Absurditäten. „Fragile“ ist eine offene Hommage an ihren verstorbenen Bruder Christopher Ciccone und die gut dokumentierten Höhen und Tiefen ihrer Beziehung. In „The Test“, gerichtet an „Little Star“ (alias Madonnas älteste Tochter Lourdes Leon, die ebenfalls auf dem Track zu hören ist), heilen Mutter und Tochter emotionale Wunden zu treibenden, von Arca unterstützten Beats. Je näher das Album seinem Ende kommt, desto mehr verlangsamt sich das Tempo, während die dynamischen Elemente der Produktion an Fahrt aufnehmen. Die Musik öffnet sich zunehmend experimentelleren Klängen – ein Beweis für Madonnas unermüdlichen Drang, ihre eigenen Grenzen zu verschieben, selbst wenn sie dabei vertrautes Terrain erneut betritt. Was die himmelhohen Erwartungen angeht, die der Vorgänger geweckt hat, kann man wohl sagen: Ein solcher Geniestreich ist schon einmal selten genug – und ein zweites Mal käme einem Wunder gleich. Auch wenn „CONFESSIONS II“ das Unmögliche nicht ganz erreicht, besitzt die Tatsache, dass Madonna und Price 21 Jahre später noch immer dem Sturm nachjagen, eine ganz eigene Kraft.