Album
Natanael Cano, Vol.1
2026Mexiko · Musik · Latin
Nach Ausflügen in andere Genres zurück zu seinen Songwriting-Wurzeln
Tracks
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About this album
Ohne Natanael Cano wüsste man gar nicht, wie die Música-Mexicana-Bewegung der 2020er-Jahre wohl ausgesehen und geklungen hätte. Glücklicherweise muss man sich das nicht fragen, denn der aus Hermosillo, Sonora, stammende Künstler hat mit wegweisenden Projekten wie „Corridos Tumbados“ und „Mi Nuevo Yo“ ein unschätzbares Fundament geschaffen. Das wurde für ihn und andere zum Karrieresprungbrett. Dank seiner Vorreiterrolle konnte er größere Risiken eingehen, sich an Stile wie Trap und Reggaeton herantasten und mit vielen beeindruckenden Künstler:innen zusammenarbeiten.
Nach dem abwechslungsreichen Ansatz, der „Porque La Demora“ (2025) prägte, ist das selbstbetitelte „Natanael Cano, Vol. 1“ eine Art Rückkehr zu seinen Wurzeln. Er lässt seine Genre-Ausflüge hinter sich und besinnt sich wieder auf das, was sein Songwriting ausmacht. Einige der Markenzeichen seiner früheren Singles tauchen hier wieder auf, etwa in frechen Corridos wie „CR7“ und dem 420-freundlichen „Aprevenido“.
Dennoch blickt er hier nicht einfach auf vergangene Erfolge zurück, sondern reflektiert vielmehr seine langjährige Erfahrung. Diese ist unbestreitbar von seinen Erfolgen geprägt und zugleich auf neue Ziele ausgerichtet. Im romantischen Spektrum bedient er sich zweier Gegenpole: wehmütig in „Mar Azul“ und hoffnungslos verliebt in „Por Amarte Así“.
Sein langjähriger Kreativpartner Gabito Ballesteros ist hier dreimal zu hören: auf dem actiongeladenen „La Cherokee“, als Teil eines Trios mit Adriel Favela auf „Pa La Maña“ und an der Seite von Javier Rosas auf dem luxuriösen und zugleich bedrohlichen „Nos Vamos de Dance“. An anderer Stelle widmet er sich gemeinsam mit Crecer Germán in „Apelativo“ dem Narco-Thema und nimmt mit Dan Sanchez in „No Soy Amigo de Todos“ eine entschieden distanzierte Haltung ein.
Unser Lieblingstrack: ein seltenes Cover von Jeanettes Ballade „Frente a Frente“ – eine willkommene Abwechslung auf einem Album voller eigener Songs, bei der Cano dem Original Respekt zollt und dennoch seinem eigenen Stil treu bleibt.